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Wer Freiheit einschränkt, um Sicherheit zu erhalten, wird am Ende beides verlieren!     Diese weisen Worte stammen von Benjamin Franklin.


In dieser Rubrik möchte ich Sie über Möglichkeiten des Selbstschutzes und der Notwehr informieren, dazu gehört auch das Sie ihren Beifall und/oder Unmut gegenüber Staatlichen Maßnahmen äußern können. Dafür wurde der Petitionsausschuß des Deutschen Bundestags geschaffen die haben sogar ein Onlineformular. www.bundestag.de dort unter Petitionen.    

Zunächst einige Auszüge aus dem Strafgesetzbuch zum Thema Notwehr da diese den Rahmen für unsere Verteidigungsmaßnahmen bilden.

Dann einige Hinweise zum Selbstverteidigungstraining und den Trainingshilfsmitteln.


Notwehr: §32StGB & §227BGB

Das Recht auf Notwehr, ist als wichtiges Freiheitsrecht im Strafgesetzbuch "StGB" und im Bürgerlichen Gesetzbuch "BGB" verankert.

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.                                                                                                           

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

...erforderlich... ist diejenige Verteidigung, die eine sofortige Beendigung des Angriffs erwarten lässt. Bei mehreren Möglichkeiten muss man den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und das mildeste Mittel einsetzen ( Verhältnismäßigkeit der Mittel ).

...gegenwärtig... bedeutet, dass Notwehr nur möglich ist, solange der Angreifer aktiv ist. Wer erst Hilfe holt oder sich Mut antrinkt, bevor er zurückschlägt, begeht selbst eine Straftat.

...rechtswidrig... bedeutet, dass der Angriff objektiv im Widerspruch zur Rechtsordnung stehen muss. Wenn allerdings der Angreifer gerechtfertigt handelt, z.B. Polizeibeamte oder Gerichtsvollzieher die ihres Amtes walten, gilt Gegenwehr als Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§113StGB) und ist strafbar.

...von sich und anderen... bedeutet, dass man auch anderen Personen, die sich in Notwehr verteidigen helfen darf ( Nothilfe ), in der Regel sogar helfen muss (§323StGB: Unterlassene Hilfeleistung)


Überschreitung der Notwehr: §33StGB

Überschreitet der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.

Falls Sie aus diesen Gründen Ihren Angreifer mehr beschädigen als er es vielleicht verdient hätte, gehen Sie Straffrei aus.


Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung:

Sie dürfen sich verteidigen, Sie müssen es aber auch wollen, denn allein von Ihrem wollen hängt Ihr tun ab. Ob Sie nun im Lokal eine versalzene Suppe reklamieren oder sich gegen die Übergriffe eines Ihrer Mitmenschen zur Wehr setzen, es ist Ihre Entscheidung. Das Problem bei der Sache ist, das der Wille zur Gegenwehr in Ihnen bereits vorhanden sein muss bevor Sie in eine kritische Situation geraten. Wenn Sie erst im Moment der Gefahr darüber nachdenken müssen ob und wie Sie Reagieren, dann sind Sie verloren. Beim Autofahren z.B. reagieren Sie automatisch auf Gefahren, warum also nicht auch im Alltagsleben.

Ein guter Autofahrer wird man durch Fahrpraxis, um sich und andere verteidigen zu können muss man Trainieren.


Zunächst ist die Frage zu klären, was man aus dem überaus reichlichen Angebot von Kampfarten Trainieren will. Fast jeder Anbieter verspricht Effektivität und schnelle Erlernbarkeit, andere werben mit vielen schönen Techniken, hierzu gleich einige Erklärungen.


Eines sollte man wissen ganz egal welche Kampfart man Trainiert es erzieht einen zu Höflichkeit und Respekt im Umgang mit anderen Menschen, es schult gleichermaßen Körper und Geist das Selbstbewusstsein steigt und die Aggressionen die jeder von uns in sich trägt werden kontrollierbarer. Darum ist dies besonders für Kinder zu empfehlen da diese im besonderen Maße von unserer Ellenbogengesellschaft und der Verrohung in den Medien betroffen sind.


Kampfsport: Wird meist in Vereinen mit moderatem Beitrag Trainiert, Ausnahmen bestätigen die Regel. Die meisten Kampfsportarten haben ihre Wurzeln in der Selbstverteidigung, eine der Ausnahmen ist Judo es wurde von vornherein als Wettkampfsport aus dem Jiu Jitsu herraus entwickelt. Dennoch sind Kampfsportarten, deren Vorteil zweifelsohne das Sparring ist, zur Selbstverteidigung nur bedingt geeignet. Im Training wird mehr Wert auf Techniken gelegt die im Ring oder auf der Matte, also in einem von Fairness und Höflichkeit bestimmten Rahmen angewandt werden. Techniken die der reinen Selbstverteidigung dienen, werden hingegen nur sehr verhalten und / oder von höheren Schüler und Meistergraden Trainiert, was dazu führt das so mancher Dan-Träger im Ernstfall eine böse Überraschung erlebt und dies trotz seiner Körperlichen und Technischen Überlegenheit.


Kampfkunst: Wird oft im sogenannten Akademien (Schulen) Trainiert die meist kommerziellen Charakter haben. Die Kampfkünste unterscheiden sich in Zwei Gruppen, die Einen die mehr mit Kunst, Tanz und Theater zu tun haben und die Anderen die sich mehr an der Realität orientieren. Erstere vergessen wir gleich wieder und mit letzteren befassen wir uns. Hier werden in der Regel mehr oder weniger einfache Techniken Trainiert die der Selbstverteidigung im Alltag angepasst sein sollen. Natürlich wird einem, wie auch bei vielen Kampfsportarten, die Mentalität des Ursprungslandes nahegebracht. Leider tummeln sich gerade hier die meisten Scharlatane, Meister, Großmeister, Übermeister und Weltchefmeister, die stellenweise gewaltigen Preise stehen oftmals in keinem Verhältnis zu Leistung. Hier gehen teilweise die Versprechungen weit über das Können der Trainer und auch der Meister hinaus. Was dann wieder im Ernstfall schlimme Folgen für den sich selbst überschätzenden Schüler haben kann. Darum sollte man sich vorab in den Kampfkunstforen informieren.


Techniken die in Wettkämpfen zur sofortigen Disqualifizierung führen, sind meist gut zur Selbstverteidigung geeignet. 


Selbstverteidigung: Wird in Vereinen, Akademien (Schulen) und Seminaren zu ganz unterschiedlichen preisen Trainiert. Beim Training werden in der Regel nur einfacheeffiziente und grobmotorische Techniken vermittelt. Diese sind normalerweise den realen Bedingungen angepasst, das Training findet in normaler Alltagskleidung statt. Es wird auch im freien und an verschiedenen Orten (Parkhaus, Hinterhof, Wald, im Auto usw.) Trainiert. Ins Training werden Situationen und Rollenspiele integriert auch wird das Vermeiden gefährlicher Situationen geprobt. Beim Kampf geht es hier nicht um den Lorbeer des Siegers sondern darum das eigene Leben und die Gesundheit zu erhalten. Auch werden von Anfang an Hilfsmittel (Kugelschreiber, Schlüsselbund usw.) verwendet der Angreifer ist einmal Bewaffnet, ein anderes mal nicht. Die Realität ist oberstes Prinzip, so wenige Techniken wie möglich, jedoch so viele wie nötig. Der Inhalt des Systems sollte sich binnen 72 Stunden vermitteln lassen, selbstverständlich ist ein weiteres Trainieren, ob allein oder mit gleichgesinnten notwendig um sich zu Perfektionieren. Eine Einweisung in das Notwehrrecht, welches durch Fallbeispiele verdeutlicht wird, sollte ebenfalls Inhalt eines Selbstverteidigungstrainings sein.


Fazit: Was auch immer Sie Trainieren, es muss Ihnen Spaß machen sonst ist kein Erfolg zu erwarten. Sie sollten ab und zu über den eigenen Tellerrand hinausschauen und Seminare sowie offene Turniere anderer Methoden besuchen. Dabei lernt man nicht nur andere Techniken und Sichtweisen sondern meist auch nette Leute kennen und kann darüber hinaus das eigene Können überprüfen. Spaß macht es außerdem.


Um das Training Effektiver zu machen gibt es im Handel Hilfsmittel von denen ich einige vorstellen möchte.


Schlagpolster (Pratzen):                             Schlagen ist nicht ganz so einfach wie mancher glauben mag, es muss trainiert werden um Verletzungen zu vermeiden. Die kleinen Polster (rot) eignen sich gut für das Schläge mit den Händen, das Große für Tritte und Stöße mit Fuß und Knie, wobei die Sache dann auch für unseren Trainingspartner erträglich bleibt.


Trainingsmesser aus Hartgummi:                                   Mit diesen Trainingsgeräten lassen sich Abwehrtechniken gegen Messerangriffe und der Kampf mit dem Messer üben, dabei sollte stets eine Schutzbrille getragen werden. Wenn die Angriffe einigermaßen realistisch ausgeführt werden stellt man sehr schnell fest wie schwer eine solche Abwehr ist und warum weglaufen (wenn möglich) die beste Wahl ist. Messer dieser Art wurden bei der Knife Day Trophy 2008 in Gelsenkirchen at-the-Base für die Turnierkämpfe verwendet. Vertrieb www.KahnertVerlag.de .


Trainingsmesser aus Aluminium:                                  Alles vorher gesagte trifft auch hier zu nur noch etwas realistischer. Hier muss man beim Üben noch etwas besonnener vorgehen um dem Partner nicht wehzutun.


Übungsklappmesser:                           Damit kann man das Ziehen des eigenen Messers üben. Man kann natürlich auch den Versuch üben den Partner am ziehen zu hindern. Gute Qualität, Linerlock Vertrieb über www.knifetom.net .


Übungs-Turnierkampfmesser:                         Mit diesen Trainingsgeräten lassen sich spannende Übungskämpfe durchführen, zur besseren Auswertung bestreicht man die Klingen an den Trefferflächen mit farbigem Labello. Solche Messer kamen auch bei dem von der UCS-Waffentraining ausgerichteten Messerkampfturnier 2007 in Gelsenkirchen at-the-Base zum Einsatz. Vertrieb www.Kalter-Stahl.com


Trainingskubotan:                               In Wahrheit ist dies ein Weicher Griff für einen Fahrradlenker (Softgriff). Er eignet sich gut zum Trainieren mit Anfängern da er keine Schmerzen verursacht und Verletzungen weitgehend ausgeschlossen sind.


Gummipistole:                                    Damit übt man das Entwaffnen, ohne dem Partner gleich den Zeigefinger zu brechen.


Gepolsterte Trainingsstöcke:                           Damit kann alles was mit einem Stock zu tun hat gefahrlos trainiert werden. Auch realitätsnahes Sparring ist ohne Schutzkleidung möglich, blaue Flecke gibt es aber trotzdem.


Rattanstöcke:                                   Für Schlagtraining, Stockdrills und leichtes Sparring gut geeignet. In Stockkampfstielen sehr beliebt.


Cold Steel Baseballschläger:            Unkaputtbar sagt der Hersteller, abgesehen von einer kleinen Vorderlastigkeit lässt sich das 73cm lange Ding gut benutzen.


Wettkampfausrüstung, Stocksport:                                                         Bei Vollkontaktwettkämpfen trägt man Schutzbekleidung, der Mindestschutz wird in der Regel vom Veranstalter vorgeschrieben. Hier sehen wir Schutzhelm, Ellenbogenschützer, gepolsterte Handschuhe, Brustschutz auf dem hier die gepolsterten Wettkampfstöcke liegen und Tiefschutz. Natürlich variiert der Körperschutz von System zu System mal trägt man mehr, mal weniger, Tiefschutz immer. Darüberhinaus gibt es noch Zahn-Hals-Unterarm-Knie-Schienbein-Fuß und wer weiß was noch für Schützer.


Stationäre Hilfsmittel:


Sandsack:                                                                         Im Gegensatz zu seinem Namen ist er nicht mit Sand sondern vielmehr mit hineingepressten Stoffresten gefüllt, bei einer Sandfüllung könnte man sich leicht verletzen und er ist auch so schon hart genug. Für ein Schlag und Ausdauertraining mit und ohne Partner gut geeignet.


Punchingball:                                                                        Mit dem Training an diesem Gerät soll nicht nur die Ausdauer sondern auch die Reaktionsfähigkeit und die Zielgenauigkeit gefördert werden. Bei Unachtsamkeit haut der Apparat auch schon mal zurück.